Pflegeabsicherung in Deutschland

Die Zahlen machen Angst: 21.000 Euro müssen Männer für ihre Pflege im Alter aus eigener Tasche drauflegen, Frauen sogar 45.000 Euro. Und das selbst nach konservativen Schätzungen. Das sind selbstredend Durchschnittswerte – der einzelne Bürger kann deutlich günstiger wegkommen. Aber es kann auch teurer werden. „Niemand kann heute wissen, ob und wie lange er tatsächlich Pflege benötigen wird“, sagt Holger Rohde, wissenschaftlicher Leiter der Abteilung Versicherungen und Recht bei der Stiftung Warentest.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der im Pflegefall entstehenden Kosten. An einer geeigneten privaten Zusatzversicherung kommt man daher kaum vorbei.

Die Lebenserwartung wird immer höher. Leider aber auch die Möglichkeit ein Pflegefall zu werden und das eventuell über mehrere Jahre hinweg. Die Kosten hierfür sind immens. Die eigene Rente und das Pflegegeld können dies meist nicht decken. Der Sozialhilfeträger springt ein und zahlt den fehlenden Betrag. Im Sozialhilferecht gilt aber das Subsidiaritätsprinzip (Siehe Kinder haften für Ihre Eltern). Das heißt nur wer sich selbst nicht helfen kann, erhält staatliche Leistungen. Deshalb prüft der Soziahilfeträger, ob der Pflegebedürftige Vermögen hat. Auf das Sparvermögen greift er in vollem Umfang zu bis auf einen geringen Freibetrag, ebenso auf Immobilien. Nur wenn die Immobilie vom Pflegebedürftigen bewohnt wird, bleibt sie für diesen Zeitraum vom Zugriff des Sozialhilfeträgers verschont. Bei großem Pflegebedarf ist aber ein Wohnen in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich. Der Pflegebedürftige muss in einem Pflegeheim versorgt werden. Die Immobilie wird verkauft und der Verkaufserlös für die Kosten der Pflege verwandt. Folge: Das nach vielen Jahren endlich abbezahlte Haus geht an den Staat!

Definition Pflegebedürftigkeit

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung ab 2013:

Wie erfolgt die Feststellung der Pflegestufe?

Kosten eines durchschnittlichen Pflegedienstes

Kosten eines durchschnittlichen Pflegeheims

Demenz - ein häufiger Pflegegrund, bei dem kein Rollator hilft

Kinder haften für ihre Eltern

Tipp: Immobilien/Vermögenswerte vorher an die Kinder rechtzeitig übertragen!

Haben die Eltern ihren Kindern ihr Haus im Wege der Schenkung übertragen, wird der Sozialhilfeträger das Haus von den Kindern zurückfordern! Nur wenn die Schenkung mehr als 10 Jahre zurückliegt, bleibt das Haus den Kindern erhalten!

Tipp: Rechtzeitig schenken!

Oft behalten sich Eltern, die ihr Haus an ihre Kinder übertragen zum Beispiel das Wohnrecht vor oder verpflichten ihre Kinder zu Pflegeleistungen oder anderen Versorgungsleistungen. Vorteil: Diese Rechte mindern natürlich den Wert des übergebenden Hauses. Aber Vorsicht: Diese Rechte fordert der Sozialhilfeträger ein und zwar in Form von Geldzahlungen durch das beschenkte Kind.

Fazit: Der Sozialhilfeträger hat viele Möglichkeiten, auf das ersparte Vermögen eines Pflegebedürftigen zu zugreifen. Ist der Pflegefall erst einmal eingetreten, ist es zu spät. Durch vorsorgende Maßnahmen wie z.B. eine geschickte Gestaltung von Übergabeverträgen kann der Familie das ersparte Vermögen ganz oder teilweise erhalten bleiben. Wichtig ist, dass Sie rechtzeitig handeln!

Wir beraten Sie gerne im Zusammenarbeit mit unserem Netzwerk. Nehmen Sie hierzu einfach Kontakt mit uns auf!

  Pflegekostenabsicherung Pflegetagegeldabsicherung Pflegerentenversicherung
Organisation Krankenversicherung Krankenversicherung Lebensversicherung
Beitrag Niedrig Mittel Hoch
Leistungen Erstattung der nachgewiesenen Kosten für die Pflege, bis zu einem bestimmten Höchstsatz Festes Tagesgeld ohne Kostennachweis Feste Rente ohne Kostennachweis, zusätzlich Überschüsse
Vorteile Günstige Beiträge Flexibel, Beitragsbefreiung ab Pflegestufe 3 möglich, viele Tarifvarianten Beitragsbefreiung ab Pflegestufe 1, garantiert
keine Beitragserhöhungen
Nachteile Kosten müssen nachgewiesen werden, Höchstsätze abhängig von der Pflegeart, Beitragserhöhungen möglich, keine Beitragsbefreiung im Pflegefall Beitragserhöhungen in Ausnahmenfällen möglich Leistungen abhängig von der Kapitalmarktentwicklung, sehr hohe Prämien
Empfehlung Wird von Finanztest nur "eingeschränkt empfohlen", da das Geld nicht zur freien Verfügung steht Wird von den meisten Fachmagazinen (Cash, Focus, Stern, Finanztest, Ökotest) empfohlen Kein Fachmagazin empfiehlt eine Pflege-Rentenversicherung.

ABER: Wer sich mit der Materie auskennt findet eine sensationelle Lösungsmöglichkeit!

Einmalzahlung eines festen Beitrages ==>Garantierte Leistungen! ==>Im Falle der Leistungserbringung steht stuerfreies Kapital zur Verfügung (Fondsansammlung wird aus Risikokapital gebildet und ist in der Regel weit höher als die eingezahlten Beiträge)==>Keine monatlichen Belastungen!==>Leistungen teilweise unabhängig von der Zahlung der Pflegestufen

Pflegekostenabsicherung

Pflegetagegeldversicherung

Pflegerentenversicherung

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